Inventarspenden vom BIZ Worms als Zukunftsperspektive für ukrainische Schulen

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Inventarspenden vom BIZ Worms als Zukunftsperspektive für ukrainische Schulen

Ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art durften einige Schulen in Boryslaw (Westukraine) um den Jahreswechsel aus Worms entgegennehmen. Knapp 100 Stühle und 30 Tische hat die Karl-Hofmann-Schule (KHSW) und das Rudi-Stephan-Gymnasium Worms an die Ukraine-Hilfe-Worms gespendet. Schulen in der Ukraine waren vor dem russischen Angriffskrieg schon sehr dürftig ausgestattet. Nun müssen auch in der Westukraine aufgrund der großen Zahl an Binnenflüchtlingen um ein Vielfaches mehr Kinder in diesen Einrichtungen beschult werden. Spenden von stabilem Schulinventar, das in Deutschland bereits ausgedient hat oder optisch nicht mehr den heutigen Standards entspricht, ist daher für diese ukrainischen Schulen ein großer Segen und gibt den Schülerinnen und Schülern, sowie dem Personal eine konkrete Perspektive, um in der schwierigen Lage weiterzuarbeiten.

Für die Verteilung dieser Hilfsgüter arbeitet der Ukraine-Hilfe-Worms e.V. mit der lokalen ukrainischen Hilfsorganisation „Wistka Myru“ (dt.: Botschaft des Friedens) zusammen. Roman Bubniak, dem Leiter von „Wistka Myru“ ist diese Form der Unterstützung von Binnenflüchtlingen in der Westukraine ein besonderes Herzensanliegen: „So ein Stuhl zeigt den Kindern auf eine praktische Weise: Hier ist ein Platz für dich. Du bist willkommen. Die Schüler dürfen begreifen, dass sie nicht vergessen und wertvoll sind.“

Die Spende aus Worms wurde von ihm persönlich am letzten Tag vor den Weihnachtsferien abgeholt und mit Hilfe der Klasse 1 MT23A der Berufsfachschule der KHSW verladen. Am Vorabend wurden bereits die Tische eingesammelt und in einer Nachtschicht auseinandergeschraubt, um möglichst viel Schulinventar zu verstauen. Als der Bus bereits bis oben hin gefüllt war, fiel Jens Leilich (Schulleiter der KHSW) im Gespräch mit Irina Corona (2. Vorsitzende des Ukraine-Hilfe-Worms e.V.) noch eine ausrangierte Schultafel als spontane Spende ein. Die Tafel wurde gemeinsam mit motivierten Schülern passgenau in den letzten Zentimetern unter dem Dach des Busses verstaut.

Ihor Yavorskyi, Bürgermeister der Stadt Boryslaw und Irina Corona von der Ukraine-Hilfe-Worms bedanken sich herzlich bei Herrn Leilich und den Schülern der Klasse 1 MT23A von der KHSW, sowie bei Frau Märthesheimer vom RSG.

Hinweise zu ausrangiertem, aber funktionsfähigem Inventar aus Schulen, Krankenhäusern oder Arztpraxen sind auch gerne willkommen.

Hier sieht man, wie die Möbel in den Schulen in Boryslaw platziert wurden und auf ihre Schüler warten:

Diese Bilder zeigen die Zustände in ukrainischen Schulen: (links: Schulküche, Mitte: Turnhalle, rechts: Klassenzimmer einer Berufsschule)

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